| FB010 |
| Hobmair, Karl |
| 1902-2000 |
| Bestand |
Karl Hobmair wurde am 21. September 1911 in Freising geboren. Sein Vater Joseph Hobmair, Krämereibesitzer in Freising, starb bereits 1918 und hinterließ seine Frau Walburga und insgesamt elf Kinder. Er besuchte in Freising die Volksschule und das dortige Dom-Gymnasium. Nach dem Abitur begann er, an der Freisinger Hochschule Theologie zu studieren. Karl Hobmair war dabei einer der ganz wenigen Schüler und Seminaristen, die während der Schul- und Studienzeit zu Hause wohnten. Üblicherweise wohnten die Kandidaten im Erzbischöflichen Knabenseminar bzw. während des Studiums im Klerikalseminar. Karl Hobmair aber war ein „Stadterer“; nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl der Theologiestudenten konnte er auch während der Studienzeit weitgehend zu Hause bei seiner Mutter leben. So war es ihm auch möglich, am Studentenleben der Zeit teilzunehmen; er war aktives Mitglied der Studentenverbindung Agilolfia. Am 2. Mai 1937 empfing er im Freisinger Dom die Priesterweihe. Nach zwei kurzen Einsätzen in anderen Pfarreien wurde er am 1. November 1937 Kooperator in der Pfarrei St. Stephan in Oberhaching. Zum 1. Dezember 1952 wurde er Pfarrer dieser Pfarrei, in der er im Ganzen 44 Jahre lang als Seelsorger bis zu seiner Ruhestandsversetzung wirken sollte. Hobmair war engagierter Heimatforscher und legte 1979 mit dem "Hachinger Heimatbuch" ein umfangreiches Werk zur Ortsgeschichte von Oberhaching vor. Am 12. Mai 1981 erhielt er hierfür im Speziellen und seine heimatkundliche Arbeit im Allgemeinen das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Bereits 1980 wurde er vom Erzbischof zum Geistlichen Rat ernannt. Im Herbst 1979 erkrankte Hobmair schwer, 1981 resignierte er auf die Pfarrei. Er wirkte danach als Ruhestandsgeistlicher in der Pfarrei Freising-St. Georg. 1997 konnte er das 60-jährige Priesterjubiläum in seiner ehemaligen Pfarrei St. Stephan in Oberhaching feiern. Am 20. Februar 2003 verstarb Karl Hobmair in Freising. Er war Ehrenbürger der Gemeinde Oberhaching; die Gemeinde ehrte ihn mit dem Pfarrer-Hobmair-Weg. |
| Der schriftliche Nachlass wurde nach dem Tod Hobmairs 2003 vom Diözesanarchiv übernommen. Er besteht in erster Linie aus den Unterlagen Hobmairs zu seinen historischen Forschungen. Den Schwerpunkt bildet dabei die Ortsgeschichte von Oberhaching. |
1. Allgemeine Informationen Bearbeiter: Michael Grouls/Archivdienstleistungen, Bonn Bearbeitungszeitraum: 2020 Umfang: 108 VE Zitierweise: Für die Wiederauffindbarkeit des Archivales sind lediglich das Archivkürzel und die vollständige Signatur der Verzeichniseinheit nötig, z. B.: AEM, [Signatur]. Wird eine entsprechende Zitierweise bevorzugt, kann nach dem Archivkürzel der Name des Bestandes eingefügt werden. Im Anschluss daran ist auch hier die vollständige Signatur des Archivales anzugeben, z. B. AEM, NL Hobmair, [Signatur].
2. Erschließungsarbeit Die Unterlagen waren durch Hobmair selbst thematisch geordnet in Aktenordner abgelegt worden. Diese innere Ordnung wurde beibehalten, die einzelnen Themenbereiche innerhalb der Ordner aber einzeln erfasst. Abschließend wurde der Bestand mittels einer knappen Gliederung strukturiert. |