You are not logged in.

Archives

  • Tectonics is limited to your search, you can use the "+" to show the normal archive tree.
    Archiv des Erzbistums München und Freising
    ehemalige Bistümer (bis 1821)
    Erzbistum München und Freising (ab 1821)
    Seelsorgeeinheiten
    Orden, Klöster und Stifte
    Ordensgemeinschaften, Kongregationen, Säkularinstitute
    DA015 Augustiner Chorherren, Au am Inn
    DA002 Augustiner Chorherren, Berchtesgaden - 1452-1985
    DA017 Augustiner Chorherren, Beuerberg
    DA018 Augustiner Chorherren, Einzelprovenienzen
    DA016 Augustiner Chorherren, Gars
    DA001 Augustiner Chorherren, Indersdorf
    DA014 Augustiner Chorherren, Rottenbuch
    DA013 Augustiner Chorherren, Weyarn
    DA012 Benediktiner, Einzel- und Mischprovenienzen
    DA019 Benediktiner, Scheyern
    DA020 Benediktiner, Seeon
    DA029 Benediktiner, St. Veit (bei Neumarkt) - 1661-1800
    DA000 Benediktiner (unbearbeitet)
    DA021 Benediktiner, Weihenstephan
    DA010 Benediktusschwestern
    DA003 Birgittinen, Altomünster
    DA006 Deutscher Orden, Maria Birnbaum
    DA004 Dominikanerinnen, Altenhohenau
    DA028 Franziskaner, allgemein
    DA025 Franziskaner, München (St. Anton)
    DA011 Franziskanerinnen (Schwestern der katholischen Heimatmission), München
    DA022 Franziskanerinnen, Einzelprovenienzen
    DA008 Franziskanerinnen, Schönbrunn
    DA026 Hieronymitaner, München
    DA023 Jesuiten, Ebersberg
    DA007 Salesianerinnen, Beuerberg
    DA027 Servitinnen, München
    DA005 Ursulinen, Landshut - 1431-2016

    Full view Inventory

    Reference number: DA005
    Name: Ursulinen, Landshut
    Inclusive dates: 1431-2016
    Genre: Bestand
    Description: Auf Einladung des Kurfürsten Ferdinand Maria (1636-1676), aus dem von Dinant in Belgien aus gegründeten Konvent im baden-württembergischen Meßkirch kommend, siedelten sich jeweils fünf Klosterfrauen und Postulantinnen der Ursulinen im Jahr 1668 auch im niederbayerischen Landshut an. Der im Jahre 1535 von der 1807 heiliggesprochenen Angela Merici aus Brescia initiierte Orden hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die weibliche Jugend zu erziehen. Zunächst waren die Ursulinen für die Ausübung ihrer Lehrtätigkeit im ehemaligen Palais des Landschaftspräsidenten an der Oberen Länd untergebracht. 1671 wurden dann der Grundstein für ein neues Klostergebäude gelegt und zu diesem Zweck durch den Kurfürsten vier Häuser in der Neustadt an den Orden geschenkt, da die Räumlichkeiten im Palais durch den regen Zulauf an Schülerinnen und Novizinnen zu klein geworden waren. Im Jahr 1679 wurde die Klosterkirche St. Joseph geweiht und ein Jahr später konnten die neuen Gebäude bezogen werden. 1682 war der Konvent bereits auf 41 Schwestern angewachsen und es kam, von Landshut aus, zu Klosterneugründungen in Straubing, Innsbruck und Landsberg am Lech.
    Anfang des 18. Jahrhunderts konnte der Gebäudekomplex, zum großen Teil finanziert aus den Mitgiften wohlhabender und adeliger Novizinnen, erweitert werden und wuchs auf seine heutige Größe an. 1710 erfolgte der Bau des Gebäudes am heutigen Ursulinengässchen und 1714 die Errichtung des Schulgebäudes an der Neustadt. Vollendet wurde der Komplex 1730 durch das Institutsgebäude am heutigen Bischof-Sailer-Platz. Etwa 400 Mädchen besuchten zu dieser Zeit die Ursulinenschule und das Erziehungsinstitut. Die Kirche St. Joseph entwickelte sich zu einem beliebten Wallfahrtsort und das 1680 vom Kanoniker Schmiedhofer gestiftete Gnadenbild „Maria mit dem geneigten Haupt“, welches am Hauptaltar ausgestellt war, zog ebenso wie die Reliquie des heiligen Fortunatus viele Besucher aus dem Umland an.
    In Folge der Säkularisation wurde der Konvent 1809 aufgehoben und sein Vermögen als „Ur-sulinenfonds“ der Königlichen Stiftungsadministration übergeben. Die Klosterfrauen wurden nach Straubing versetzt, acht von ihnen mussten nach Anweisung des Königs ihre klösterliche Kleidung ablegen und den Unterricht im Volksschulgebäude fortführen. Die Wohnanlage wurde geräumt und eine Unterkunft für ca. 400 Soldaten eingerichtet. 1815 wurde erst die zwischenzeitlich als Leichenhaus verwendete Kirche St. Joseph wiedereröffnet und 1827 konnte das Kloster auf Betreiben Ludwigs I. erneut von den Klosterschwestern unter der Leitung von Oberin Borgia Metz (1768-1837) bezogen und die Lehrtätigkeit in der Volks- sowie der Feiertagsschule wiederaufgenommen werden. Im Jahre 1830 wurde das Erziehungsinstitut wiedereröffnet, 1833 mit der „Höheren Töchterschule“ erstmals auch eine weiterführende Mädchenschule. In den folgenden Jahren wurden die Schulen um verschiedene Zweige wie Haushaltungsschule, Wirtschafts- und Handarbeitslehrerinnenseminar und Hauswirtschaftliche Fortbildungsschule ergänzt. 1913 bildete eine Lehrerinnenbildungsanstalt den Abschluss, in welcher weltliche und klösterliche Lehrerinnen ausge-bildet wurden.
    Im Dritten Reich wurde den Ursulinen nach und nach die Lehrtätigkeit vollständig entzogen und sie mussten ihre Schulen schließen oder der Stadt übergeben. Anfang 1940 erfolgte die Umquartierung der Klosterschwestern in das Zisterzienserinnenkloster Seligenthal in Landshut und die Verlegung des dortigen Gefangenenlazaretts, welches 1942 in ein Lazarett für deutsche Soldaten umgewandelt wurde, in das Ursulinenkloster. Einigen Schwestern fiel die Aufgabe zu, die Verwundeten zu ver-sorgen.
    Die restlichen Nonnen hatten sich zerstreut und kamen erst nach dem Krieg wieder nach Landshut in das vom Krieg versehrte Klostergebäude zurück. Noch im Jahr 1945 konnte der Unterricht an der Volksschule und an der Mittelschule erneut aufgenommen werden. 1948 wurde eine Frauenfachschule eröffnet und drei Jahre später erneut eine Haushaltungsschule. Im Jahr 1953 erwarb das Kloster Schloss Hohenburg bei Lenggries um dort eine Realschule und ein Gymnasium einzurichten sowie die Haushaltungsschule dorthin anzusiedeln, weswegen 1963 der Betrieb des Ursulinengymnasiums in Landshut endete. 1969/70 entstand mit der Aufteilung in Grund- und Hauptschule eine Grundschule der Ursulinen, die jedoch bereits 1977 unter weltliche Leitung gestellt wurde. Im Jahr 1990 ging die Verantwortung für das in Schloss Hohenburg angesiedelte Gymnasium und die Realschule an die Erzdiözese München und Freising über, 1992 auch die der in Landshut befindlichen Realschule, die heute etwa 900 Schülerinnen zählt. 2003 beendeten die Ursulinen ihre Lehrtätigkeit an den Hohenburger Schulen.
    Im Oktober 2015 wurde angekündigt, dass sich die nur noch 14 verbliebenen Schwestern im Sommer 2016 aus Landshut zurückziehen sollten. Am 4. Juni 2016 endete damit die fast 350-jährige Geschichte der Ursulinen in Landshut mit einem Abschiedsgottesdienst in der Klosterkirche. Die Ordensfrauen zogen in ein katholisches Seniorenheim in München um, wo sie als Gemeinschaft ihren Lebensabend verbringen.
    History: Das Archiv des Ursulinenklosters in Landshut umfasst insgesamt 1294 Verzeichnungseinheiten aus den Jahren 1431 bis 2015. Neun Archivalien stammen dabei aus dem 15. Jahrhundert, 34 aus dem 16. Jahrhundert. Den Großteil bildet die Überlieferung ab 1600.
    Zunächst findet der Nutzer Akten allgemeinen Inhalts, welche sich keiner der folgenden Rubriken eindeutig zuordnen lassen. Darauf folgt Schriftgut zum Gesamtorden sowie zu den Ursulinenklöstern in Meßkirch und Neuburg a. d. Donau. Die nächste Rubrik beinhaltet alle Urkunden und Akten zum Mutterhaus in Landshut mit der Klosterkirche St. Joseph. Dazu zählen insbesondere dessen Baugeschichte und allgemeine Verwaltung, die Durchführung von weltlichen und geistlichen Feiern, Gottesdienste und Sakramente, mit dem Kloster verbundene Bruderschaften und Geistliche sowie die Verwaltung von Kapital und Immobilien, darunter der 1827 als Ersatz für das säkularisierte Klostervermögen eingerichtete Erziehungsinstitutsfonds. Die Archivalien zum 1809 entstandenen Ursulinenfonds wurden der gleichnamigen Rubrik zugeordnet. Akten, die nach dem Ende der staatlichen Verwaltung des Fonds 1827 entstanden, findet der Nutzer in den entsprechenden anderen Klassifikationsgruppen zum Mutterhaus in Landshut.
    Es folgt das Schriftgut zu den Schwestern des Ursulinenklosters. Hier finden sich u. a. persönliche Unterlagen, Ausflüge, Ein- und Austritte sowie Investitur und Profess der Ursulinen. Vier Verzeichnungseinheiten geben Aufschluss über die Kostgängerinnen. Im Anschluss folgt die Überlieferung zu den Schulen des Ursulinenklosters in Landshut sowie zu den klösterlichen Filialen. Hier ergibt sich ein guter Einblick in Geschichte, Bau, Verwaltung, Personal- und Schülerangelegenheiten.
    Die Gründung von Tochterklöstern in Innsbruck, Landsberg am Lech und Straubing sowie deren Geschichte und Verwaltung ist Inhalt der anschließenden Rubrik. Weiterhin findet der Nutzer Schriftgut zur Aussendung von Ursulinen nach Hermannstadt (Rumänien), Luzern (Schweiz) und in die USA, bevor der Bestand mit Korrespondenzen sowie Verfügungen und Mitteilungen weltlicher und geistlicher Behörden abschließt.
    Descriptive information: 1. Allgemeine Informationen

    Bearbeiter: history-today - Büro für Geschichtsforschung
    Bearbeitungszeitraum: 2017-2018
    Zitierweise: Für die Wiederauffindbarkeit des Archivales sind lediglich das Archivkürzel und die vollständige Signatur der Verzeichnungseinheit nötig, z. B.: AEM, [Signatur].
    Wird eine sprechende Zitierweise bevorzugt, kann nach dem Archivkürzel der Name des Bestandes eingefügt werden. Im Anschluss daran ist auch hier die vollständige Signatur des Archivales anzugeben, z. B.: AEM, Ursulinen, Landshut, [Signatur].


    2. Erschließungsarbeit

    Die Erschließung des Archivs des Ursulinenklosters in Landshut wurde von Oktober 2017 bis März 2018 durch die Firma „history-today − Büro für Geschichtsforschung“ in München durchgeführt. Bereits im Januar 2017 erfolgte eine erste Inaugenscheinnahme des Archivguts. Dieses befand sich verteilt in verschiedenen Räumen des Klosters, größtenteils jedoch im dafür vorgesehenen Archivraum. Die älteren Akten und Dokumente waren dabei in einem alten Archivschrank mit teilweise beschrifteten Schubladen gelagert, die eine grobe Vorordnung erkennen ließen.
    Bewertung und Erschließung erfolgten nach der Archivordnung für die Seelsorgestellen und kirchlichen Einrichtungen im Erzbistum München und Freising sowie nach den Erschließungsrichtlinien des Archivs des Erzbistums München und Freising. Die Dienst- und Fachaufsicht führte dessen Direktor, Herr Dr. Peter Pfister. Seinem Mitarbeiter, Herrn Michael Volpert, oblag die archivarische Betreuung. Während der Erschließung fand sich zwar ein altes Repertorium des Klosterarchivs (Signatur 882), es ließ sich allerdings keine Beziehung zwischen den Signaturen und den Archivalien mehr herstellen, weswegen eine Neusortierung erfolgte. Bei der Einsicht und Verzeichnung der Akten wurden gleichzeitig eine Entmetallisierung sowie eine grobe Reinigung vorgenommen. Im Anschluss wurden die Archivalien archivgerecht verpackt.
    Bei der Verzeichnung wurden die einzelnen zu einem Titel gehörigen Akten im Normalfall in den „Enthält-Vermerk“ aufgenommen. Alle inhaltlich oder formal stark abweichenden Ver-zeichnungseinheiten, z. B. Fotos, Dias, Videokassetten oder Pläne, sind in den entsprechenden „Darin-Vermerken“ enthalten. Sind Archivalien nur in Abschrift oder Xerokopie erhalten, wurde die Datierung des Originals in runde Klammern gesetzt und das Datum der vorliegenden Kopie (sofern bekannt) dahinter vermerkt. Schätzungen des Bearbeiters sind durch eckige Klammern gekennzeichnet.

    Der Zugang zu den einzelnen Archivalien erfolgt gemäß den Schutzfristbestimmungen des Archivs des Erzbistums München und Freising und kann im Einzelfall noch Beschränkungen unterliegen.

    Die Firma „history-today“ überträgt alle aus dem Urheberrecht herrührenden Nutzungsrechte der Erzdiözese München und Freising.
    DA024 Verschiedene Orden/Klöster, Einzel- und Mischprovenienzen
    DA009 Zisterzienser, Fürstenfeld - 1514-1557
    Säkularkanoniker
    kirchliche Organisationen
    Nachlässe
    Sammlungen und Dokumentationen
    Fremdprovenienzen